Freundinnen und grüne Mäuse
Sissi, unsere Katze, fängt neuerdings Frösche.
Wahrscheinlich sind sie zarter als Mäuse und Fell auf dem Schnitzel ist ja auch nicht jedermanns Sache.
Der letzte arme »Grünling« hatte sich allerdings totgestellt und konnte doch wirklich der Katze entkommen....
Also machte ich ein klitzekleines Comic daraus:
Liebe Grüße von
Es kann nicht nur Vampire geben, auch Fische haben Zähne ...
Über das Schreiben von Kinderbüchern
Irgendwann kam diese Idee, ein Kinderbuch zu schreiben. Zaghaft zwar, vielleicht, weil eigene Gedanken zu veröffentlichen, auch wenn es nur kleine Kindergeschichten sind, so viel Mut erfordern, wie einen tiefen Wassergraben zu überspringen. Man hat Angst, danach nass und dreckig in der Öffentlichkeit zu stehen.
Was machen Kinder in ihrer Freizeit am liebsten und was denken sie wirklich über den Schulunterricht? Oder über das Fernsehprogramm? Das sind Fragen, die aufkommen, wenn man seinen Schreibstil sucht. Nicht langweilig, aber auch nicht zu heftig in der Formulierung sollte er sein.
In meiner Kindheit war vieles anders, der Horizont war kleiner und wir hatten kein oder nur sehr wenig Fernsehen. Auslandsreisen gab es damals für mich keine und an Computer war zu dieser Zeit noch nicht zu denken. Also, das Beste was es gab waren Bücher. Man suchte in Bibliotheken, nahm einen Haufen Lesefutter mit nach Hause und und suchte sich eine ruhige Ecke. Und aus der kam ich dann meistens erst nach Stunden wieder hervor. Meine Eltern sagten oft, wenn ich so weitermache, werde ich noch dösig im Kopf. Sie hielten nichts von Märchen und Abenteuergeschichten. Die Zeit ist zu kostbar für reinen Zeitvertreib, war ihre Meinung. Sie sollte besser zum Lernen genutzt werden.

Heute weiß ich, dass ich gerade aus Büchern das meiste gelernt hatte. Wann hatten wir in der Schule in Geografie über Patagonien gesprochen? Oder über die Anden. Das Buch »Die Kinder des Kapitäns Grant« von Jules Verne habe ich bestimmt zwanzigmal gelesen. Jedes Mal wurde ich auf andere interessante Begebenheiten und Orte aufmerksam und suchte mir darüber weitere Literatur. War doch besser, als wenn ich an die Karte im Unterricht treten musste. »Zeig mir, wo liegt Patagonien?« Hätte ich am liebsten geantwortet, dass mir das so egal ist, wie die letzte Wasserstandsmeldung von der Klärgrube in Hintertupfing. War aber nicht so, ich hatte bereits über die Eingeborenen in Patagonien gelesen. Über Feuerland, Argentinien, die Kordilleren ...
Oder wer Hildegard von Bingen war. Wurde auch nicht in der Schule gelehrt.
Heute gibt es Wikipedia, ein Klick und man weiß es, wenn`s einen denn interessiert. Und wann interessiert es einen? Dann, wenn man etwas Interessantes darüber erfahren hat, oder dort war.
Und so kam ich auf die Idee, meine Spinnereien mit ungewöhnlichen Protagonisten zu beleben. Mit sonderbaren Fischen in einer Regentonne, mit Spinnen, die sich in Nixen verlieben und deutsche Krähen, die auf einer Färöer Insel brüten.
Beim Lesen meines neuen Buches wird sicher viel gegoogelt werden, denn was ich so in Erfahrung bringen konnte, gibt es eine Menge Lebewesen, von den hat noch nie jemand etwas gehört. Aber ich dachte mir, warum immer nur Katzen und Pferde? Es gibt auch niedliche Fische ...
Niedlich ... Damit wären wir bei den Illustrationen. Ich illustriere meine Bücher selbst und ich halte mich dabei an keine Vorgaben. Gibt es welche? Dass die Bilder aussagekräftig sein müssen, ist logisch. Mangas sind aussagekräftig, aber stereotyp, ich halte mich lieber an realistische Darstellungen. Comics, wie »Mosaik« zum Beispiel, finde ich wunderbar.
Jedenfalls hoffe ich, meine Leser neugierig gemacht zu haben. Und natürlich auch die die Leute, die Kinderbücher suchen. Doch das ist das Schwierigste beim Schreiben, wenn man seine eigenen Zweifel endlich beseitigt hat, die der Literaturagenten und Verlage zu zerstreuen.
Ein kleiner hilfreicher Link für Autoren:
http://www.papyrus.de/